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Nokian Hakkapeliitta im Jahr 2036

Zum 80. Jahrestag der Nokian Hakkapeliitta Winterreifenmarke, haben Heikki Liimatainen, Doktor der Wissenschaft und Professor im Verkehrsforschungszentrum Verne der Technischen Universität Tampere, Robert Hansson, Direktor des Vehicle Dynamics & Active Safety Centre der Volvo Car Corporation und Juha Pirhonen, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung bei Nokian Tyres, sich vorgestellt wie die Entwicklung der Mobilität, des Fahrens sowie der Winterreifen im Jahr 2036 aussehen wird, wenn die Nokian Hakkapeliitta Reifen 100 Jahre alt werden.

Wenn wir das Autofahren in 20 Jahren betrachten, sehen wir revolutionäre, intelligente Verkehrstechnik, selbstfahrende Elektroautos und Winterreifen aus Biomaterialien. Obwohl die smarte Technologie im Zusammenspiel von Umwelt, Autos und Reifen verwendet wird, werden die Reifen auch im Jahr 2036 weiterhin der einzige Berührungspunkt mit der Fahrbahn sein. Dadurch werden sie ein wesentlicher Bestandteil der Fahrzeugsicherheit sein.

In der Zukunft werden Autos an ein größeres Verkehrssystem um sie herum angeschlossen sein. Die Entwicklung des Internets der Dinge kann in der Interaktion zwischen Autos und anderen Systemen gesehen werden.

‒ Autos kommunizieren mit anderen Autos, dem Internet, den Cloud-Dienstleistern oder Verkehrssystemen und sammeln, übertragen und analysieren Daten in Echtzeit, sagt Robert Hansson, Direktor des Vehicle Dynamics & Active Safety Centre der Volvo Car Corporation.

Robert Hansson, Direktor des Vehicle Dynamics & Active Safety Centre der Volvo Car Corporation.
"Autos kommunizieren mit anderen Autos, dem Internet, den Cloud-Dienstleistern oder Verkehrssystemen und sammeln, übertragen und analysieren Daten in Echtzeit."
Robert Hansson, Direktor des Vehicle Dynamics & Active Safety Centre der Volvo Car Corporation

Laut Juha Pirhonen, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung bei Nokian Tyres, werde die Sensor-Technologie in den Reifen der Zukunft dem Fahrer ermöglichen, die Änderungen der Fahrbahnoberfläche und der Wetterbedingungen 15 bis 20 Kilometer im Voraus zu erkennen. In der Praxis können die Computersysteme der Autos diese Daten schneller und umfassender analysieren als der Fahrer.

Im Jahre 2036 werden Autos mit Fahrern selten sein, da selbstfahrende Autos die Menschen von A nach B bringen werden. Einer der Faktoren, die den Übergang zu selbstfahrenden Autos verhindert, ist die Tatsache, dass sich Menschen mehr auf sich selbst als auf die automatische Steuerung verlassen.

‒ Den Übergang zu Autos ohne Fahrern erfordere eine neue Art des Denkens und Investitionen in Entwicklung, so dass Autos zuverlässig genug werden, sagt Heikki Liimatainen, Doktor der Wissenschaften und Professor am Forschungszentrum für Verkehr Verne an der Universität Tampere, der sich mit Steuerung und Mobilität der Zukunft befasst.

Er ist jedoch überraschenderweise davon überzeugt, dass einer der wichtigsten Faktoren, der zur weiteren Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeuge beitrage, die Verkehrssicherheit sein werde.

‒ Das Verständnis darüber, wie der Faktor Mensch zu Unfällen beitrage, könne die Entwicklung nach vorne bringen und den Fahrer zum Beifahrer machen, sagt Liimatainen.

Heikki Liimatainen, Doktor der Wissenschaften und Professor am Forschungszentrum für Verkehr Verne an der Universität Tampere
"Das Verständnis darüber, wie der Faktor Mensch zu Unfällen beitrage, könne die Entwicklung nach vorne bringen und den Fahrer zum Beifahrer machen."
Heikki Liimatainen, Doktor der Wissenschaften und Professor am Forschungszentrum für Verkehr Verne an der Universität Tampere

Direktor Robert Hansson von der Volvo Car Corporation ist der gleichen Meinung. Er ist davon überzeugt, dass selbstfahrende Autos zu einer größeren Fahrsicherheit beitragen werden. Die Autos der Zukunft werden ihre Umgebung noch besser wahrnehmen und sie werden die Steuerung und Wahl der Route unter Berücksichtigung der Sicherheit optimieren können.

Die Autos der Zukunft werden Mobilitätsmittel sein

Man geht davon aus, dass sich Mobilitäts-Dienstleistungen durch die Digitalisierung so weiterentwickeln werden, dass der Besitz eines Fahrzeugs durch zusätzliche, alternative Nutzungsmöglichkeiten des Fahrzeugs ergänzt wird. Laut Heikki Liimatainen werde sich der Schwerpunkt vom Besitz in Richtung Nutzung für Mobilität verschieben.

‒ Verschiedene Mobilitäts-Apps werden es Menschen ermöglichen, das Fahrzeug bei Bedarf jederzeit nutzen zu können und die Preise der angebotenen Dienstleistungen vergleichen zu können. Diese Mobilitäts-Dienstleistungen werden zur Norm, sobald sie die kritische Masse erreicht haben, d.h. sobald sie von einer ausreichenden Anzahl an Verbrauchern genutzt werden, beschreibt Liimatainen.

‒ In städtischen Gebieten könnten selbststeuernde Taxis, die uns von einem Ort zum anderen bringen, eine Möglichkeit sein. In der Praxis werden Fahrer nicht mehr notwendig sein, sagt Robert Hansson von Volvo Cars weiter.

Die automatische Lenkung bietet Fahrern und Interieur-Designern neue Freiheiten

Robert Hansson prognostiziert, dass Volvo-Fahrer künftig wählen können, ob sie das Fahrerlebnis, welches das Auto bietet, selbst genießen möchten, oder ob sie das Auto selbst zum Ziel fahren lassen.

‒ Die automatische Steuerung bedeutet einen Paradigmenwechsel in Bezug auf das Interieur-Design des Fahrzeugs. Sie ermögliche es den Menschen, ihre Zeit während des Reisens für andere Tätigkeiten zu nutzen, wie z. B. für Unterhaltungsstreaming oder einfach nur, um sich auszuruhen, erklärt Hansson.

Die Automobil- und Reifenindustrie möchte die CO2-Emissionen reduzieren

Robert Hansson glaubt, dass die Ökobilanz der Fahrzeuge im Jahr 2036 wesentlich niedriger sein werde, obwohl einige Probleme weiterhin bestehen werden.

– Elektro-Autos gewinnen einen größeren Marktanteil auf Kosten der Verbrennungsmotoren, auch wenn die Verbrennungsmotoren bis dahin umweltfreundlicher als heute sein werden. Im Idealfall werde Autofahren keine Verkehrsunfälle und keine Emissionen mit sich bringen, fasst er zusammen.

Im Jahre 2036 wird der erste Winterreifen,, Nokian Hakkapeliitta, den 100. Jahrestag feiern. Welche Arten von Reifen werden wir in Zukunft nutzen? Juha Pirhonen, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung im Nokian Tyres, glaubt, dass in zwanzig Jahren die nachhaltige Entwicklung bei der Herstellung von Reifen eine gängige Praxis sein werde, da sie bereits heute aktiv genutzt werde.

‒ Mehr als 80 % der CO2-Bilanz des Reifens entstehen während des Gebrauchs. Daher konzentrieren wir uns insbesondere auf die Verringerung des Rollwiderstands unserer Reifen, um deren CO2-Bilanz zu reduzieren. Ein niedriger Rollwiderstand spart Energie, was die Reichweite der Elektroautos verlängern würde.

‒ Wir arbeiten schon jetzt an der Reduzierung des Rollwiderstands der Reifen, aber die Popularisierung von Elektroautos erfordert erhebliche Entwicklungsanstrengungen, um deren Reichweite zu verbessern, fährt Pirhonen fort.

Reifen sind nach wie vor die wichtigsten Sicherheitselemente des Fahrzeugs

Es wird erwartet, dass der Klimawandel mildere Temperaturen auf die Nordhalbkugel bringt, und auch Finnland gewöhnt sich an Winter mit wenig Schnee und wechselnden Temperaturen. Laut Juha Pirhonen von Nokian Tyres werden Temperaturen um den Gefrierpunkt und große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht von zukünftigen Reifen hervorragenden Grip auf Eis und nassen Oberflächen erfordern. Auf der anderen Seite schätzen Fahrer aber auch Fahrkomfort, wie zum Beispiel gutes Handling sowie einen niedrigen Lärmpegel.

‒ Bei Reifen schätzen wir Sicherheitseigenschaften, wie z. B. Bremsleistung und Grip sowie Eigenschaften, die den Kraftstoffverbrauch und Lärm reduzieren. Wie bei allen anderen Fahrzeugkomponenten möchten wir, dass auch unsere Reifen die strengen Umweltschutzanforderungen erfüllen, sagt Robert Hansson über die Kriterien, die Volvo anwendet.

Wie werden unsere Winterreifen in 20 Jahren sein?

‒ In Zukunft könnten wir umweltfreundlich Reifen komplett aus Biomaterialien herstellen, die mit Sensor-Technologie ausgestattet sind. Reifen könnten Daten sammeln, die dann in vernetzten, selbstfahrenden oder robotergestützten Autos verwendet werden könnten. Bis zum Jahr 2036 bringe die kontinuierliche Entwicklung der Reifen auch bedeutende Innovationen im Rollwiderstandsbereich, sagt Juha Pirhonen, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung bei Nokian Tyres.

– Reifen werden weiterhin der zentrale Sicherheitsbestandteil des Autos sein, da sie trotz der revolutionären intelligenten Technologie auch weiterhin die einzige Kontaktfläche zwischen dem Fahrzeug und der Fahrbahn darstellen werden, ergänzt Pirhonen.

Weitere Informationen:

Heikki Liimatainen, Fachassistent, D.Sc., Verkehrsforschungszentrum Verne, Technische Universität Tampere, Tel. +358 408490320, heikki.liimatainen@tut.fi, Mitglied des finnischen Klimawandelpanels: www.ilmastopaneeli.fi/fi/in-english/

Robert Hansson, Direktor des Vehicle Dynamics & Active Safety Centre der Volvo Car Corporation

Vizepräsident für Forschung und Entwicklung, Juha Pirhonen, Nokian Tyres, Tel. +358 10 4017708, juha.pirhonen@nokiantyres.com

Transport Research Centre Verne
www.tut.fi/verne

Volvo Cars
http://www.volvocars.com/

Concept 26 ‒ Introducing A new Symbol of automotive freedom
https://www.volvocars.com/en-kw

Intellisafe autopilot
https://www.ilmastopaneeli.fi/en/

Nokian Tyres Safer driving:
www.nokiantyres.com/innovation/