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Produktionsprozess

Rohstoffe
Zu den hauptsächlichen Rohstoffen eines Reifens gehören Naturgummi, synthetischer Gummi, Ruβ und Öl. Der Anteil der Gummimischungen am Gesamtgewicht eines Reifens beträgt mehr als 80 %. Der Rest besteht aus einer Reihe verschiedener Verstärkungsmaterialien. 
 
Bei etwa der Hälfte des verwendeten Gummianteils handelt es sich um Naturkautschuk, der aus dem Kautschukbaum gewonnen wird. Kautschuk wird in den Tropen, wie z.B. in Malaysia und Indonesien, angebaut. Der synthetische, ölbasierte Gummi wird zum Groβteil von europäischen Herstellern erworben. 
 
Etwa ein Drittel von der Gummimischung sind Füllstoffe. Der wichtigste Füllstoff ist Ruβ, der dem Reifen seine schwarze Farbe verleiht. Ein weiterer wichtiger Füllstoff ist Öl, das in der Mischung als Weichmacher dient. Darüber hinaus werden in der Gummimischung Härtungs- bzw. Vulkanisierstoffe und zahlreiche Hilfschemikalien und Schutzstoffe verwendet.  

Gummimischung
Während der Mischungsphase werden die Rohstoffe gemischt und auf eine Temperatur von circa 120 Grad Celsius erhitzt. 
 
Die Zusammensetzung der Gummimischungen variiert sowohl in den verschiedenen Teilen des Reifens als auch im Hinblick auf den Verwendungszweck und das Modell des Reifens. Die Gummimischung für einen Sommerreifen unterscheidet sich von der eines Winterreifens. Die Gummimischung eines Fahrradreifens wiederum weist kaum Gemeinsamkeiten mit der für einen Forstmaschinereifen typischen Gummimischung auf. 
 
Die Entwicklung und Feinregelung der Rezepte ist ein wesentlicher Teil bei der Entwicklungsarbeit der Reifen.   

Komponentenherstellung
Die Mischungen werden bei der Gummierung von Komponenten, wie z.B. Kabel, Textil und Stahlgürtel, verwendet. Für die Herstellung eines Reifens werden 10 - 30 Komponenten gefertigt. 
 
Ein Groβteil der Komponenten sind Verstärkungsteile unterschiedlicher Art.   

Aufbau
Die Reifenmacher fertigen aus den Komponenten auf der Reifenaufbaumaschine einen Rohling. 
 
Wenn die Komponenten auf der Gürteltrommel der Reifenaufbaumaschine aufgelegt und die Karkasse auf den Flanschen der Dehnmaschine aufgebracht worden sind, transportiert der Transferring der Maschine das aus Laufstreifen und Gürtel gebildete Paket auf die Karkasse. 
 
Danach wird Druckluft in die Karkasse eingeleitet, und durch den Druck wölbt sich die Karkasse und wird vom Gürtelpaket umspannt. So entsteht ein Reifenrohling.  

Vulkanisierung
Zunächst werden die Rohlinge in Heizpressen vulkanisiert. 
 
Aufgrund des hohen Dampfdrucks, der in das in der Heizpresse platzierte Kissen eingeleitet wird, wird der Rohling gegen das Profilmuster und die Seitenwandbeschriftungen der Reifenform gepresst. Dieser Prozess verleiht dem Reifen sein endgültiges Aussehen.  

Überprüfung
Jeder PKW-Reifen wird sowohl visuell als auch maschinell überprüft. 
 
Bei der visuellen Überprüfung wird insbesondere auf mögliche Fehler am Reifenäußeren geachtet. Bei der maschinellen Überprüfung werden die Form des Reifens, die Rundlaufabweichung und die Lateralkraftschwankung geprüft. 
 
Nach der Überprüfung wird der Reifen noch getestet, etikettiert und in die Lagerhalle verlegt, bereit zur Auslieferung an den Kunden.