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WIR BETEILIGEN UNS AN DER ERFORSCHUNG DER POTENTIELL SCHÄDLICHEN AUSWIRKUNGEN VON MIKROPOLYMEREN

Kraftfahrzeuge stellen eine der Quellen von Mikroplastik dar, die in den Meeren und anderen Gewässern enden. Im Zusammenhang mit der Reifenindustrie ist der Begriff „Mikroplastik“ etwas irreführend, da Reifen Gummi statt Plastik beinhalten. Nichtsdestotrotz zählt neben Plastik auch Gummi zu den Polymeren.

Kraftfahrzeuge stellen eine der Quellen von Mikroplastik dar, die in den Meeren und anderen Gewässern enden. Im Zusammenhang mit der Reifenindustrie ist der Begriff „Mikroplastik“ etwas irreführend, da Reifen Gummi statt Plastik beinhalten. Nichtsdestotrotz zählt neben Plastik auch Gummi zu den Polymeren.


Viele Publikationen zählen den Staub, der beim Kontakt des Reifens mit der Straße entsteht – also die Verschleißpartikel vom Reifen und der Straßenoberfläche – ebenso zu den Mikropolymeren bzw. dem Mikroplastik. Die Verschleißpartikel stammen in etwa zur Hälfte vom Reifen und zur anderen Hälfte vom Straßenbelag. Da die Partikel verhältnismäßig schwer sind, setzen sie sich zumeist entlang der Straßen ab – nur ein kleiner Bruchteil davon bleibt in der Luft oder gelangt durch Regen in Gewässer.

Als Reifenhersteller sind wir für die Sicherheit unserer Produkte verantwortlich. Die Reibung zwischen dem Reifen und der Straße stellt einen wesentlichen Sicherheitsfaktor dar und daher muss der Reifen die richtigen Griffeigenschaften aufweisen. Die Reibung verursacht Reifen- und Straßenverschleiß, was wiederum in der Entstehung von Abriebpartikeln resultiert. Das Ziel des Reifenbaus ist es, die beste Kombination aus Abriebfestigkeit und bestmöglichen Griff- sowie Sicherheitseigenschaften zu finden, um den Reifen in Sachen Straßensicherheit und Umweltfreundlichkeit zu optimieren.

Es bedarf weiterer Forschung

Die gegenwärtige Forschung hat festgestellt, dass Partikel in Sedimenten in Süßwassergebieten für einige aquatische Organismen ein geringes Risiko darstellen. Nichtsdestotrotz ist weitere Forschungsarbeit vonnöten, um festzustellen, ob die in den Gewässern endenden Partikel dem Ökosystem oder der menschlichen Gesundheit Schaden zufügen.

Ein wichtiger Aspekt im Hinblick auf die Senkung der schädlichen Auswirkungen des Autofahrens ist die Frage, wie wir Partikelemissionen im Verkehr vorbeugen können oder sie auf eine aus der Perspektive der Infrastruktur umweltfreundlichere Weise kontrollieren können. Potentielle Verbesserungsfelder könnten Kanalsysteme, Wassergrabendämme oder Wasseraufbereitungen sein.

Wir verfolgen die Studien zu diesem Thema aktiv und beteiligen uns an externen Studien, die vom ETRMA und anderen Verbänden in Auftrag gegeben werden. Die neueste ETRMA Cardno Studie wird Anfang 2018 veröffentlicht. Die laufende Forschung zu Reifen- und Straßenverschleißpartikeln sowie Mikroplastik im Allgemeinen ist umfassender als früher. Zuverlässige Feld- und Labortests für ein besseres Verständnis der Natur, der schädlichen Einflüsse und der Eintrittspfade der Partikel sind erforderlich, da viele der aktuellen Schätzungen auf mathematischen Modellen und Berechnungen beruhen.

Wir setzen uns für eine kontinuierliche Verbesserung ein und entwickeln unsere Produkte und Funktionen so, dass sie noch umweltfreundlicher werden. Wir nehmen die Sicherheit und Gesundheit der Menschen sehr ernst. Sollten künftige Forschungsergebnisse zeigen, dass Mikropolymere schädlich sind, werden wir entsprechend reagieren und neue Lösungen suchen.